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20.09.2015

Zuhause

Im sanften Wippen des Wagens lehne ich mich mit entspannten Muskeln zurück. Meine Augen fixieren das Farbenspiel des Himmels, dessen Schönheit keinen Tag schwand. Ein sanftes Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus, ein kleines belustigtes Schnauben entfährt mir. Tausend Nuancen erfüllten die unendliche Himmelsdecke, dessen Anblick mich fest im Griff behielt, auch wenn meine Augen wanderten, in dem hoffnungslosen Versuch, mir kein Detail dieses Schauspiels entgehen zu lassen, um es in mir aufzunehmen und festzuhalten; es nicht zu vergessen, wie ich es oft tat.
Keine Worte konnten das beschreiben, was du in mir anrichtest. Tief in mir drin, war ich erfüllt; ich wusste, nichts war fähig, mich zufrieden stellen und doch, auf deine Art und Weise, hast du es geschafft.
Diese Glücksgefühle waren nicht die, von welche Schwärmende, zu welchen ich einst auch zählte, träumen; überquellend, verwirrend und atemraubend, doch sie waren kein Stück unerfüllend. Der Gedanke, dass du bereit bist, meine Hand zu halten, meine Lippen zu küssen und all das an mir, was ich für die längste Zeit versteckte und verabscheute, mit einer Hingabe und einer Liebe so stark, dass sie mich an Wunder glauben lässt, erfüllt mich mit einer Geborgenheit, an dessen Existenz ich nie zu glauben gewagt hätte. Diese Art Hoffnung, die mich härter an mich arbeiten lässt, meinen Blick auf jene Träume lenkt, denen ich hinterherjagen will, sie erfüllt mein Herz, als wäre jeglicher Schmerz, den es erlitt, es endlich wert gewesen. Diese Freiheit, sie erinnert mich an das Gefühl nach viel zu vielen Gedanken, wenn sie Sonne von unserem Himmel Abschied nimmt; begrüßt von einer angenehme Brise, behütet umhüllt von Klamotten, welche in Falten tanzen, dieses stete Grinsen und Lachen, meine Fußknöchel lechzend von all den Schritten auf diesen ermüdeten grauen Straßen, tanzend, taub und beschwipst von Freude und dem Leben selbst. Unbeschwert, alle Last von mir.
Ich schließe meine Augen für eine Weile. Du bist bei mir. In meinem Herzen, dort bist du bei mir. Dichter und echter als jeder andere. Warm und echt, dicht und ehrlich. Dein Geruch, dein Geschmack, dein Lachen, deine Augen, dein Haar, deine Wärme; Echos deiner Schönheit, so verzaubernd, dass ich wünschte, ich könnte es auf Fotos festhalten, auf Leinwände malen, auf Papier niederschreiben, von Dächern schreien. Verträumt schaue ich hinauf, die Farben des Himmels bewundernd, dessen Schönheit deiner Nahe kommen. In meinem Herzen, dort bist du bei mir. In meinem Herzen, dort wirst du bleiben.

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